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Wie lange dauert die Behandlung einer Essstörung?

Die Dauer der Behandlung hängt von verschiedenen Faktoren ab, vor allem die Art der Therapie spielt hierbei eine Rolle. Zu den Bausteinen der Behandlung zählen beispielsweise die individuelle Psychotherapie, die Gruppentherapie, die Eltern-, -Paar- und Familientherapie sowie die Ernährungsberatung. Ein zentrales Ziel, das allen Ansätzen gemeinsam ist, bildet die Gewichtszunahme und gegebenenfalls die Behandlung körperlicher Komplikationen, die als Folge der Essstörung zu werten sind.

Handelt es sich bei der Behandlung der Essstörung um eine stationäre oder teilstationäre Therapie in einer Klinik, liegt die Dauer typischerweise in einem Bereich zwischen drei Wochen und sechs Monaten. Für ambulante Behandlungen können Therapeut und Patient eine sinnvolle Dauer gemeinsam festlegen. Die Krankenkassen übernehmen standardmäßig die Kosten für 25 einzelne Sitzungen. Ist bereits im Vorfeld absehbar, dass eine längere Behandlungsdauer nötig sein wird, können Patienten eine entsprechend höhere Anzahl an Sitzungen beantragen. Auch die Verlängerung während einer laufenden Therapie wird von den Kassen häufig genehmigt.

In therapeutischen Wohngruppen ist die Aufenthaltsdauer in der Regel auf mindestens sechs Monate hin angelegt. Häufig wohnen die Klienten sogar mehrere Jahre in der Wohngruppe, bis eine ausreichende Stabilität erreicht ist. Das Wohnen in der therapeutischen Wohngruppe wird häufig mit einer ambulanten Therapie bei niedergelassenen Therapeuten kombiniert.

Klinische und ambulante Behandlungen von Essstörungen sowie das Wohnen in der therapeutischen Wohngruppe lassen sich auch kombinieren. So ist es in vielen Fällen sinnvoll, akute Beschwerden zunächst in einem mehrwöchigen stationären Aufenthalt zu beheben, dort bereits eine psychologische Behandlung zu beginnen und diese dann nach dem Klinikaufenthalt fortzusetzen oder im Anschluss an die Zeit in der Klinik in eine Wohngruppe zu ziehen. Daraus kann sich eine Gesamtbehandlungsdauer von mehreren Jahren ergeben.

Das TCE kombiniert die tagklinische, also teilstationäre Therapie mit der Alltagsnähe Therapeutischer Wohngruppen. Die Intensivphase, die inhaltlich einem stationären Aufenthalt nahekommt, ist auf einen Zeitraum von mindestens vier Monaten angelegt. Die Stabilisierungsphase, die eher dem Angebot einer therapeutischen Wohngruppe ähnelt, umfasst ebenfalls einen Zeitraum von durchschnittlich vier Monaten. Es ist jedoch sowohl möglich, nur Teilabschnitte der Therapie am TCE zu absolvieren, als auch die Aufenthaltsdauer bei Bedarf zu verlängern.