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TCE-Blog

02. Juni 2021 · Kreatives

Unperfekt ist das neue Schön

Die Autorin unseres heutigen Blogbeitrags macht sich und uns allen mit einem Gedicht Mut, sich und uns vom Streben nach Vollkommenheit zu lösen und an den eigenen Stärken zu erfreuen - auch, um etwaige Schwächen gelassen anzunehmen und den Blick dadurch von ihnen weg zu lenken. Eine tolle Botschaft, wie wir finden!

Unperfekt ist das neue Schön

Ein Ende bedeutet immer einen Neuanfang.
Aber fangen wir nun von vorne oder fangen wir nun hinten an?
Laufen wir zu einem neuen Ende oder laufen wir zu einem neuen Anfang?
Tasten wir uns an das heran,
was uns glücklich macht oder wissen wir es einfach noch nicht?

Einen Anfang zu finden, ist immer schwierig.
Man fühlt sich leer, einsam und manchmal nicht verstanden
und doch muss man mit etwas beginnen,
sonst wird man, glaube ich, nie etwas Gutes dazu gewinnen.

Doch der Neuanfang beginnt dort, wo dein Herz liegt.
Sei dein STAR-LIGHT-Express.
Geh nun los, mach dich frei, lass alles hinter dir.

Ein neuer Weg,
ein neuer Lebensabschnitt beginnt für jeden,
doch was bedeutet dies für uns?

Es geht darum, glücklich zu sein – viel mehr, als um Erfolg.
Es geht um dein Herz - viel mehr, als um den Verstand.
Es geht um deine Zukunft, die du von dir verlangst.
Erweck die Fantasie und lass Leben rein,
Denn ich glaube, wenn du etwas oft genug sagst,
dann wird es irgendwann wahr sein.

Sag, ich bin stark,
sag, ich kann es,
sag, ich will es!

Denn es gibt tausend Wege, die du gehen kannst,
auch du wirst deinen finden.

Jeder von uns ist anders.
Jeder ist eine bestimmte Variante.
Eine Variante, die nicht falsch sein kann,
denn wenn eine falsch wäre, dann wäre keine richtig.

Jeder von uns hat Stärken, jeder von uns hat Schwächen,
doch es geht nicht darum, was du nicht kannst.
Es geht darum, was du kannst und was du daraus machst.
Denn jeder hat was, was der andere nicht hat
und genau das macht unser gemeinsames Puzzle aus.
Jeder ist ein Teil vom Ganzen,
ein einmaliges Puzzleteil, das wunderbar in das Gesamtbild passt.

Perfekt wäre glatt, doch dein Puzzleteil ist
einzigartig gerundet und gezackt,
mit bunten Farben bespritzt,
und besitzt einen unnachahmlichen Sitz.

Soweit ohne Schwierigkeit, bereit, jederzeit für jede schöne Kleinigkeit
mit Glitzer bestreut und mit Parfüm bestäubt.

Perfekt ist das Gegenteil von einzigartig und schön.
Perfekt gibt es nicht und wenn, existiert es noch nicht.
Der Perfektionismus macht uns nicht einzigartig.
Er macht uns alle gleich und langweilig und leer und allein.

Wir wären schwarz-weiß bedruckt,
ohne Schnittmengen und ohne Fehler.
Dann könnte ja jeder Mensch alles.
Dann könnte doch jeder Mensch alleine sein.
Dann wären wir alle nicht hier,
denn wenn wir perfekt wären, bräuchten wir uns gegenseitig nicht mehr.

Wir wären kein kreatives Puzzle,
sondern ein großes Schachbrett.

Wir sind nie satt,
von den perfekten Leben umgeben,
streben nach mehr Erfolg im Einzelschritt.
Ausgestattet mit den Pferdeklappen, die unser kreatives Leben überlappen,
automatisiert und programmiert von außen,
laufen wir nun alle in eine Richtung.

Du brauchst nicht zu denken, versinkst in Leid und Schmerz,
und vergisst den Rest der Welt.
Dies lässt uns alles egal sein und keinen soll es interessieren.

Denn es geht doch nur ums Eine, wir sind dauernd alleine,
doch ich vermiss das feine Meine, farbenfroh und lichterloh.

Du liegst da, letztendlich gehetzt und zerfetzt,
wie in einem Schwarz-Weiß-Film am Boden,
verblieben ist nur das Leben, welches du satt hast,
vollkommen platt, unbedachtes Schachmatt.

Was wir brauchen, ist Lebensfarbe und -freude.
Lass uns aus dem Schlechten etwas Schönes machen.
Negative Sachen können nicht geändert werden,
nur die Einstellung dazu.

Welt, gib uns wieder unsere Individualität;
dann werden wir erst glücklich und zufrieden sein,
denn dann sehen wir endlich, was in uns steckt, und entdecken,
ein neues Ich
mit neuem Lebens-Mut.

Nun kommt es auf jeden Einzelnen an,
und darauf, was er mit seinem Schicksal macht.
Nimm die Truhe, mach sie auf, lass alles Schreckliche heraus,
pack die vergangenen Dinge an, lass los, lass frei, lass das Gewesen hinter dir
und das Neue zu. Und mach etwas Schönes daraus.

Jeder hat sein Päckchen zu tragen.
Lass die Raupen darin fressen,
dann werden irgendwann Schmetterlinge fliegen -
durch die schöne Sommerluft.
Tanz mit ihnen.

Lass uns doch einfach
füreinander da sein,
dem Schwachen helfen,
den Kranken pflegen
und den Nächsten lieben.

Also finde dein Puzzleteil, dann ist sie endlich vorbei,
die Sucherei nach dem Platz in dieser Welt.
Ihr müsst deshalb nicht alles umgraben,
nein, ihr müsst euch nur wagen,
euer Platz ist bei euch selbst.

Ja, Liebe geht durch den Magen, doch ihre Quelle entspringt dem Herz.
Wir wissen doch alle nicht mehr, was das bedeutet,
denn diese Gegebenheit wird oft
vergessen, verleugnet und ignoriert.

Doch, warte ... dein Herz ...
Schließ die Augen, nimm die Hand und lege sie auf die Brust.
... Hörst du es?
Und genau dort ist dein Platz.
Höre zu.
... Was sagt es?
Und jetzt geh genau dem nach.

Es geht darum, glücklich zu sein - viel mehr, als um Erfolg.
Es geht um dein Herz - viel mehr, als um den Verstand.
Es geht um deine Zukunft, die du von dir verlangst.
Erweck die Fantasie und lass Leben rein!
Denn ich glaube, wenn du etwas oft genug sagst,
dann wird es irgendwann wahr sein.

Sag, ich bin stark,
sag, ich kann es,
sag, ich will es!

Denn es gibt tausend Wege, die du gehen kannst,
auch du wirst deinen finden.

Es gibt kein Ende, es gibt nur Neuanfänge.
Letzten Endes ist es wichtig zu wissen, wen wir lieben,
um auch mal Danke zu sagen.
Denn jeder trägt irgendwo jeden.
Und wenn ein Puzzleteil fehlt,
gibt es ein Loch.
Ein Talent wird verschwunden sein.

Dann werden wir traurig sein,
werden wir leer sein,
kommt kein Leben rein,
denn die verbliebenen Teile, lassen sich nicht mehr vollständig zusammenfügen.

Es geht darum, glücklich zu sein - viel mehr, als um Erfolg.
Es geht um dein Herz - viel mehr, als um den Verstand.
Es geht um deine Zukunft, die du von dir verlangst.
Erweck die Fantasie und lass Leben rein!
Denn ich glaube, wenn du etwas oft genug sagst,
dann wird es irgendwann wahr sein.

Sag, ich bin stark,
sag, ich kann es,
sag, ich will es!

Denn es gibt tausend Wege, die du gehen kannst,
auch du wirst deinen finden.

 

Bildnachweis: www.unsplash.com/Hans-Peter Gauster

 

Über die Autorin

Noripampori, 23 Jahre, Patientin der Intensivphase