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TCE-Blog

13. Januar 2021 · Aktuelles

Nachsorge in Zeiten von Corona

Ein fester und seit Jahren etablierter Bestandteil der Therapie im TCE ist die Nachbetreuung. Für unsere jüngeren Patientinnen zwischen 12 und 15 Jahren findet diese nach dem Abschluss der tagklinischen Behandlung in Form von monatlichen Familiengesprächen statt, diese können wir auch in Corona-Zeiten vergleichsweise gut aufrechterhalten.

Bei den 16- bis 25-Jährigen hingegen besteht die Nachsorge aus angeleiteten Selbsthilfegruppen, die wir sechsmal im Jahr anbieten. Diese stehen allen ehemaligen Patientinnen und Patienten offen, die zumindest die Intensivphase (inklusive. Selbstmanagement) im TCE vollständig abgeschlossen haben. Weitere Zugangsbeschränkungen gibt es nicht, d. h. auch Ehemalige, deren Therapie schon länger zurückliegt, können jederzeit bei Bedarf an den Gruppen teilnehmen.

In den letzten Jahren hatten wir fast immer zwischen acht und 14 TeilnehmerInnen, die Nachbetreuung wurde rege genutzt und als hilfreich empfunden. Angesichts der Gefahren durch Corona und der Auflagen der bayerischen Staatsregierung konnten die Treffen vor Ort in letzter Zeit aber leider nicht angeboten werden. Aufgrund der hohen Sicherheitsmaßnahmen der IT im Klinikum Dritter Orden sind für uns auch die ansonsten etablierten Online-Angebote nicht ohne weiteres nutzbar. Wir sind aber dran, in Zusammenarbeit mit der IT solche Angebote umzusetzen, sodass wir perspektivisch die Nachsorge hoffentlich bald online durchführen können, falls eine Veranstaltung vor Ort nicht möglich ist. Das kann sicher die persönliche Begegnung, den unmittelbaren Austausch und das heilsame Miteinander nicht vollständig ersetzen, wäre aber doch zumindest eine Hilfe zur Überbrückung, bis unsere Gruppen wieder regelmäßig und verlässlich zusammenkommen können. Sobald es in dieser Hinsicht Neuigkeiten gibt, geben wir Euch Bescheid.

Bis dahin möchten wir Euch vorschlagen, den gegenseitigen Austausch auch abseits des TCE vermehrt zu nutzen. Helft und unterstützt Euch gegenseitig, verabredet Euch vielleicht selbst zu Online-Gruppen via Zoom oder Facetime, auch wenn wir als Therapeuten noch nicht dabei sein können. Wir unterstützen Euch gerne bei der Organisation solcher Gruppen, z. B. indem wir Rundmails mit den entsprechenden Informationen und Kontaktdaten an alle Ehemalige senden. Falls Euer Befinden sich deutlich verschlechtern sollte, könnt Ihr Euch auch jederzeit gerne zu einem erneuten Erstgespräch im TCE anmelden. Wir besprechen dann gemeinsam, was das beste Vorgehen wäre und wo Ihr Hilfe und Unterstützung finden könnt.

Bildnachweis: TCE, Carolin Jacklin

Über die Autorin

Dr. Karin Lachenmeir ist Psychologische Psychotherapeutin und seit 2002 im TCE tätig, seit 2008 als Leiterin der Einrichtung. Sie ist approbierte Verhaltenstherapeutin und hat Weiterbildungen in Körpertherapie und Systemischer Beratung absolviert. Seit rund fünf Jahren ist sie zudem als Dozentin und Supervisorin für verschiedene Münchner Weiterbildungsinstitute tätig. Am TCE hat sie die Verantwortung für alle personellen, organisatorischen und fachlichen Fragen. Ihre Freizeit verbringt sie am liebsten lesend oder schreibend, auf ausgedehnten Spaziergängen, im Kino, im Theater oder auf Reisen.